Brustvergrößerung durch Schaumstoffchips, flüssiges Silikon oder Leichenfett
warnt vor Ästhetisch-Plastischen Operationen im Ausland
"Billigbusen" aus dem Ausland. "Schönheits-OPs, Zahn- und Laserbehandlungen, Urlaub inklusive" zum Schnäppchen - Preis.
Derartige Angeboten sind ein Schlag ins Gesicht seriöser Plastischer Ästhetischer Chirurgen, die sich um Qualitätssicherung in der Ästhetischen Chirurgie bemühen.
Der Vorsitzende des Landesverbandes Berlin der VDPC nimmt hierzu wie folgt Stellung:
Sehr wohl gibt es auch in unseren osteuropäischen Nachbarländern gut ausgebildete und seriöse Plastische Chirurgen. Es ist aber auch unstrittig, dass in unseren östlichen Nachbarländern Hygienenormen, amtsärztliche Überwachungen, Qualitätszertifikate und Medizinproduktgesetze nicht auf vergleichbarem Niveau im Bereich der Ästhetischen Chirurgie Anwendung finden wie hierzulande.

Implantate 2. Wahl!
Zum Wohle der Patienten muß nicht zuletzt aus medizinischer Sicht vor unseriösen Machenschaften gewarnt werden, die operative Eingriffe im Stile einer Butterfahrt oder einer "Geiz ist geil" - Mentalität an die Frau oder den Mann bringen. Weder ist die Nachsorge nach einem operativen Eingriff weit vom Wohnort durch eine einmalige Kontrolle einen Monat nach der Operation mit Qualitätskriterien, wie sie in Deutschland etabliert sind, vereinbar, noch gibt es eine Gewährleistung, geschweige denn eine haftpflichtrechtliche Absicherung des Patienten.
Keine Qualitätsüberwachungen!
Zu den Behandlungskosten ist festzustellen, dass alleine die Produktkosten zum Beispiel von Mammaimplantaten in Deutschland in der Höhe der Behandlungskosten liegen, die in Tschechien verlangt werden. Gleiches gilt für die Medikamente, die zum Aufspritzen von Lippen eingesetzt werden. Daher ist der Zweifel berechtigt, dass auch am Produkt gespart wird.
Keine Haftung!
Deutschen Plastischen & Ästhetischen Chirurgen sind Fälle bekannt, bei denen in osteuropäischen Kliniken Schaumstoffchips, Leichenfett, Silikonöl und ähnliches mehr zur Brustvergrößerung verwendet wurde. Für wenige Wochen ist damit sicher ein "aber gar nicht so billiges Aussehen" zu erzielen.
Mit dem Bemühen um Qualitätssicherung in der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie, wie sie die Vereinigung der Deutschen Plastischen Chirurgen und die Vereinigung der Deutschen Ästhetisch- Plastischen Chirurgen verfolgen, hat ein solches Vorgehen nichts zu tun.